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Informationen
zu Versicherungen
Stichwortverzeichnis
Risikomanagement
aus Wikipedia, der freien
Enzyklopädie
Definition
Unter Risikomanagement versteht man den planvollen
Umgang mit Risiken. Dabei kann es sich um allgemeine
unternehmerische Risiken handeln oder um spezielle
finanzielle Risiken.
Inhalte
Risikomanagement beinhaltet:
Identifikation von Risiken (im
Finanzrisikomanagement mit "Exposure-Ermittlung"
bezeichnet)
Bewertung/Messung
Monitoring
Festlegung einer Risikomanagement-Strategie
Die Identifikation von Risiken kann z.B. mittels
Szenario-Technik, Post-mortem-Analyse,
Expertenbefragungen, Checklisten oder
Kreativitätstechniken erfolgen.
Eine Möglichkeit für die Messung von Risiken sind
Risikokennzahlen wie der Value at Risk (VaR). Eine
Bewertung kann auch durch Expertenurteil erfolgen.
Zur Darstellung kann eine Risikomatrix verwendet
werden, die die Eintrittswahrscheinlichkeit eines
Risikos seinen Folgen gegenüberstellt.
Ziel des Risiko-Monitoring ist es, die erkannten
Risiken im Auge zu behalten.
Grundsätzlich gibt es vier unterschiedliche
Risikomanagement-Strategien:
Riskovermeidung
Risikoübertragung
Risikoverminderung
Risikoakzeptierung
Die Wahl der Strategie ist im Wesentlichen abhängig
von der Einstellung (risikoavers, risikoneutral oder
risikofreudig) gegenüber dem Risiko.
Typische Probleme im Risikomanagement
unübersichtlicher Zeithorizont
Kosten-Nutzen-Messung
Bewertung von Unsicherheit
Datenzuverlässigkeit
Externe Effekte
Rechtliche Aspekte
Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich (KonTraG) sind
Aktiengesellschaften (AG´s) in Deutschland
gesetzlich zum Risikomanagement verpflichtet, um den
Erhalt des eigenen Unternehmens sicherzustellen.
International finden sich ähnliche rechtliche
Anforderungen beispielsweise im Sarbanes-Oxley Act,
einer Rechnungslegungsvorschrift für Unternehmen,
die an US-Börsen gelistet sind. Risikomanagement ist
eine Komponente des im Sarbanes-Oxley Act
geforderten internen Kontrollsystems (IKS).
Spezielle Ausprägungen
im Finanzwesen (hier liegen die Ursprünge des
Risikomanagments)
in der Versicherungswirtschaft
im Projektmanagement. Typische "Kernrisiken" im
Projektmanagment sind fehlerhafte Zeitpläne,
Inflation von Anforderungen, Mitarbeiterfluktuation,
Spezifikationskollaps, geringe Produktivität und
Gruppendruck/"group think". Das Thema
Projektmanagement wird auch ausführlich in den
englischen Wikipedia-Seiten behandelt.)
in der Informationstechnologie (z.B. im Rahmen von
Disaster Recovery Planning und Business Continuity
Management)
Literatur
Romeike/Finke (Hrsg.): Erfolgsfaktor
Risiko-Management ISBN 3-409-12200-1
DeMarco, Lister: Bärentango ISBN 3-446-22333-9
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