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Im Geldanlagebereich wird von Diversifikation
gesprochen, wenn möglichst in unterschiedliche Finanzanlagen
investiert wird.
Dies können sein:
Aktien,
Rentenpapiere,
Immobilien,
Optionen und
Futures oder
alternative Anlagen. Dabei gibt es selbst erhebliche
Unterschiede innerhalb der einzelnen
Assetklassen. Zum Beispiel können Rentenpapier
mündelsichere Anlagen sein wie Bundesanleihen und
Pfandbriefe aber auch riskantere Formen wie
Unternehmensanleihen, Auslandsanleihen (z.B. in US-Dollar
oder z.B. ukrainische Währung) sein. Das Anlagerisiko
unterscheidet sich dabei erheblich.
Anlageziel der Diversifikation kann sein, durch geeignete Mischung
der Assets eine möglichst hohe Rendite bei gleichbleibendem,
kalkuliertem Risiko zu erreichen. Ein anderes formuliertes Anlageziel
kann sein, bei einer vorgegebenen Renditeerwartung (z.B. 9%p.A.) das
Verlustrisiko auf ein Minimum zu begrenzen.
Rendite und Risiko stehen in enger Abhängigkeit (Korrelation)
zueinander. Dieser Zusammenhang wird häufig mit dem sog.
Chance/Risiko-Verhältnis genannt. Es wird vereinfachend als
Aktien/Renten-Verhältnis in einem Depot bezeichnet.
Maß für das
Risiko sind die
Volatilität und der
shortfall-approach. Alle Maße in der Finanzanlage sind
statistische Größen und geben nur eine Verlust- oder
Gewinnwahrscheinlichkeit an. Folglich kann ein max.
Verlust/Gewinn nicht garantiert werden, sondern nur mit
einer gewissen Wahrscheinlichkeit zugesichert werden. In
ausgeprägten
Haussephasen oder bei
Marktanomalien werden oft diese Größen verfehlt, d.h. es
gibt keinen Gewinn. Es können sogar erhebliche Verluste
entstehen, die über das erwartete Risiko hinausgehen.
Aufgabe eines erfahrenen Anlageberaters ist es, genau diese richtige
Mischung der verschiedenen Assetklassen zu erreichen und damit
langfristig eine positive Wertenwicklung des investierten Kapitals zu
erreichen.
Durch die zunehmende Technisierung ist es möglich, für das
Gesamtportfolio das in ihm enthaltene Risiko und weitere Maße zu
berechnen. Moderne Computerverfahren ermöglichen einen Stresstest. Dabei
werden worst-case- und best-case-Situationen im Computer simuliert und
die Auswirkungen auf das Portfolio analysiert. Entsprechend dem
Simulationsergebnis werden Gegenpositionen aufgebaut, um diese Risiken
zu neutralisieren. Da dies ein sehr aufwendiges Verfahren darstellt, ist
dies nur für besonders große Portfolios (vor allem für
institutionelle Anleger oder für das Portfolio eines Fonds) aus
Kostengründen möglich
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