Ulla Schmidt: Der „Arzt im Praktikum“ wird zum 1. Oktober 2004 abgeschafft
Heute entscheidet der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung über die Abschaffung des Arztes im Praktikum. „Ab Oktober diesen Jahres wird es keine Ärztinnen und Ärzte im Praktikum mehr geben! Diese seit langem diskutierte und jetzt endlich von uns durchgesetzte Maßnahme steigert die Attraktivität des Arztberufes.“ Dies erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt heute anlässlich der Beratung der Änderung der Bundesärzteordnung im Deutschen Bundestag. „Damit verbessert sich die Einkommenssituation gerade der Berufsanfänger und der Anreiz, in der Krankenversorgung tätig zu sein, wird erhöht“, so die Bundesministerin.
Die Modernisierung der ärztlichen Ausbildung und die Verstärkung des praktischen Unterrichts durch die neue Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte machen es möglich, dass ab dem Stichtag 01.10.2004 auf eine Praktikumsphase im Anschluss an das Medizinstudium verzichtet werden kann.
Durch die Bereitstellung von jährlich 300 Mio. Euro bzw. 75 Mio. Euro mit der Gesundheitsreform noch im Jahr 2004 ist sichergestellt, dass die Krankenhäuser junge Ärztinnen und Ärzte nunmehr angemessen vergüten können.
Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates.
Quelle:Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung